Besuch bei der Zukunftsoffensive Überwald


Zu einem Gespräch über die Verbesserung der wirtschaftlichen und touristischen Struktur im Überwald traf sich Bürgermeisterkandidat Dr. Sascha Weber mit Sebastian Schröder, dem Geschäftsführer der Zukunftsoffensive Überwald (ZKÜ), und den Gesellschaftern Beatrix Boshoven-Krämer (Wald-Michelbach), Karin Hartmann (Grasellenbach) und Willy Schröder (Abtsteinach).

 

Sebastian Schröder nutzte den Besuch, um die bisherige Arbeit und die anstehenden Projekte der ZKÜ vorzustellen. Weber lobte die seit 2010 bestehende ZKÜ, an der die Gemeinde Wald-Michelbach zu 50% beteiligt ist, als ein gelungenes und überzeugendes Beispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit: „Die ZKÜ hat in kurzer Zeit beachtliches geleistet und beeindruckende Projekte auf die Beine gestellt. Aufgabe der Politik muss es anknüpfend an diese Erfolge sein, die ZKÜ weiter zu unterstützen und über die Projektarbeit hinaus noch mehr zu verstetigen.“

 

Zu Beginn der Gesprächsrunde betonte Karin Hartmann, dass die Stärkung des ländlichen Raumes ein zentrales Thema für alle politischen Akteure in der Region sei. Bei der Wirtschaftsförderung konnte Schröder auf die überdurchschnittliche Gründerquote von 27% der ZKÜ verweisen. Gerade aber der Erfolg des Gründerzentrums wie auch der jetzt schon erreichten guten Auslastung der IGENA bei der Vermietung von Gewerbeflächen führe aber mittelfristig zu einem erhöhten Bedarf an neuen Gewerbeflächen. Weber einigte sich mit Schröder und den Gesellschaftern auf den sinnvollsten Ort für ein neues gemeinsames Gewerbegebiet der drei Überwaldgemeinden.

 

Im Bereich des Tourismus bestand Einigkeit darin, dass die Vermarktung des Odenwaldes noch nicht optimal ist, aber viel touristisches Potenzial besitzt, das kreisübergreifend besser ausgeschöpft werden muss. Hartmann zeigt sich zuversichtlich, da die Zusammenarbeit der benachbarten Kreise in den vergangenen Jahren immer besser geworden sei. Die Ideen des Geschäftsführers, wie der Überwald besser für eine jüngere Zielgruppe vermarktet werden könnten, trafen bei Weber auf große Zustimmung.

 

Boshoven-Krämer stellte aus Sicht der Hotelbetreiber in Wald-Michelbach fest, dass für viele Wander- und Ausflugsgäste, die mit dem Zug anreisen oder nicht alle Ausflüge mit dem Auto machen wollen, eine bessere Busanbindung an Erbach und Michelstadt wichtig wäre. Weber verwies in diesem Zusammenhang grundsätzlich auf die vielen attraktiven Ausflugsziele im Umkreis des Überwaldes. Die Tourismuszahlen könnten durch eine bessere ÖPNV-Anbindung Wald-Michelbachs gesteigert werden. Willy Schröder konnte bestätigen, dass gerade durch Wandergruppen die Nachfrage nach Übernachtungen, insbesondere nach Ferienwohnungen, in Abtsteinach gestiegen sei. Sebastian Schröder hakte hier mit seinem Appell an die Vermieter ein, mit Blick auf die Gästestruktur des Überwaldes Ferienwohnungen vermehrt auch für Kurzurlaube von ein bis drei Tagen zu vermieten.

 

Sebastian Schröder wünschte sich seitens der ZKÜ, dass die politisch Verantwortlichen der Bevölkerung den Stellenwert des Tourismus stärker verdeutlichen. Der Erfolg anderer Regionen liege auch daran, dass ein gemeinsames Bewusstsein für dessen Bedeutung gebe und sich alle beispielsweise um ein gepflegtes Stadtbild bemühten. Weber stimmte dem zu: „Auch wenn es vielen im Überwald nicht bewusst ist, der Tourismus ist wichtig für uns alle und kann einen großen Beitrag zur Wirtschaftskraft unserer Region leisten. Die Schönheit unserer Heimat kann es leicht mit besser vermarkteten Regionen wie dem Schwarzwald oder Allgäu aufnehmen.“

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Kommentare: 2
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